Früher war alles noch so normal. Trainer gingen ihren Weg, Kämpfe wurden ausgetragen, Pokemon wurden gefangen….Doch nun…
 
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 Brutus Qorg ~ Mensch

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Nox

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BeitragThema: Brutus Qorg ~ Mensch   Mo Dez 14, 2015 9:00 pm



Brutus Qorg



Allgemeines
"Sie sind nicht unsere Feinde."


✘ Geschlecht: Männlich
✘ Alter: Er ist 26 Jahre alt.
✘ Wohnort: Jubelstadt
✘ Beruf: Trainer


Spieglein, Spieglein...
Normalgroß, trainiert, auffallende Art zu gehen.


Brutus ist 1,85m groß und legt damit eine relativ durchschnittliche Größe an den Tag. Im Gegensatz zu seiner Zeit als Ausbilder in der Armee, hat sein Aussehen sich stark verändert. Während er damals ein wandelender Muskelberg mit breitem Stiernacken war, ist er heute nicht mehr damit vergleichbar. Sein Hautfarbton ist dabei eines der Merkmale, welches sich nicht wirklich verändert hat. So besitzt er immer noch den selben leicht gebräunten Teint. Seine braunen Haare trägt er weiterhin kurz - und natürlich hat sich auch seine Augenfarbe nicht gewandelt, Brutus Iriden tragen die Farbe eines gewöhnlichen Grüngrau-Gewirrs. Doch was hat sich nun verändert? Da Brutus lange Zeit gelähmt war, hat er Einiges an der beachtlichen Muskelmasse von damals verloren, aber nicht alles, so macht er auf die meisten immer noch einen durchtrainierten Eindruck, der für viele schon als muskulös genug erachtet wird - im Vergleich zu seinem damaligen Aussehen ist es jedoch weitaus weniger. Er treibt weiterhin viel Sport, um sich gesund zu halten und ein bisschen mehr Kraft anzusammeln, jedoch nicht, um wieder zu dem alten Muskelberg zu werden - dies lehnt er vollständig ab. Sein Kiefer ist etwas breiter, sein Hals und sein Nacken haben allerdings eindeutig an Kräftigkeit abgenommen. Die Gesichtszüge sind kantig geblieben. Kommen wir nun aber zu den besonderen Merkmalen des Mannes. Von dem Absturz des Kampfjets hat er zum Beispiel auch einige äußerliche Veränderungen davongetragen. So zieht sich schräg, ein Stück weit über dem linken Auge, eine weiße Narbe über die Stirn. Man sieht sie sie nicht sofort, da sie nicht wirklich auffällig ist, aber dennoch durchaus erwähnenswert. Es existieren noch weitere Narben, vorallem im Rücken, Arm- und Beinbereich, diese sind glücklicherweise jedoch ähnlich gut vernäht. Ein weiteres, diesesmal auch weitaus auffälligeres Merkmal ist Brutus' Art zu gehen. Die Querschnittslähmung ist immerhin nicht spurlos an ihm vorbeigezogen. Die Beweglichkeit seiner Beine ist teilweise eingeschränkt und deswegen kann er sie zum Beispiel nicht mehr so weit beugen, wie früher. Dies führt dazu, dass sein Gang schwerfällig aussieht und fast mit einem Staksen gleichzusetzen ist. Zudem muss er sich manchmal hinlegen- oder setzen, um seine Beine zu entlasten, da er sonst anfängt zu humpeln oder den schwächeren Fuß hinterherzieht. Ein weiteres Körperteil, dass beim Absturz nachhaltige Schäden erlitt, ist Brutus' linker Arm. Diesen kann er ebenfalls nur bis zu einem bestimmten Punkt beugen, ansonsten ist er jedoch vollständig in Ordnung. An Kleidung trägt der Mann ein schwarzes Achselhemd, darüber eine - meistens - geöffnete Jacke in Militärfarben und eine lange Hose mit der gleichen Farbgebung, zudem bekleiden schwarze Stiefel seine Füße. Warum seine Gewandung so militärisch wirkt und eingefärbt ist, wo er doch gar nicht mehr in der Armee ist? Darauf gibt es eine ganz einfache Antwort: Gewohnheit. Übrigens, manchmal zeichnen sich leichte Augenringe im Antlitz des jungen Mannes ab, wenn man ihn kennt wird schnell klar, dass er offenbar in seinen Träumen von dem bedrückenden Absturz verfolgt wurde - glücklicherweise kommt dies jedoch nicht allzu oft vor.


Das Innere
Offen für andere, aufrichtig, oftmals auch sehr selbstlos.


Auch Brutus' Charakter hat sich, genau wie sein Aussehen, stark verändert. So ist er zum Beispiel viel ruhiger, im Gegensatz zu früher, geworden. Was jedoch noch lange nicht heißt, dass er wirklich ruhig ist. Jedoch wirkt er nun nicht mehr dauerhaft angespannt und unruhig. Auch zeigt sich der junge Mann viel verständnisvoller gegenüber anderen Menschen und vorallem auch offener, was man schon daran erkennt, dass er die Leute nun weitaus freundlicher und auch höflicher anspricht. Dennoch rutschen ihm - verflucht sei die Gewohnheit - manchmal unschöne umgangssprachliche Begriffe heraus. Er setzt sich stark für Gijinkas und diejenigen, die er liebt, und deren Rechte ein, dabei gibt er alles und zeigt sich als äußerst ausdauernder Mensch. Es hat zwar lange gedauert, doch Brutus zeigt sich ebenso fröhlicher und humorloser als früher. Dazu sei aber gesagt, dass er des öfteren auch sehr ernst und streng ist - Überbleibsel von alten Tagen. Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass der junge Mann von einer unangenehmen Persönlichkeit zu einer eher angenehmen geworden ist. Dennoch gibt es, wie bei jedem Menschen, gute und schlechte Seiten. So besitzt Brutus zum Beispiel nicht mehr den Stolz von der Größe eines Hochhauses, ist aber manchmal dennoch zu stolz, um Hilfe anzunehmen. Darin zeigt sich auch gleich ein weiterer unschöner Charakterzug - er ist zwar schon sehr einsichtig - aber dennoch ein Sturkopf geblieben. Und auch wenn er ruhiger wurde, so bleibt ein leichter Hauch Jähzorn aus vergangenen Zeiten an ihm haften, der sich heutzutage darin äußert, dass er manchmal in Situationen, die ihn zur Wut anregen, was durchaus des öfteren passieren kann da er aufbrausend ist, impulsiv handelt. Er ist nicht gut darin, seine Emotionen zu verbergen und man sieht ihm meistens sofort an, wie er sich gerade fühlt - dieses Detail kann man positiv, sowie negativ sehen. Er hat öfters mal Probleme damit, wirklich ehrlich zu sein, wenn er in Bedrängnis gerät und sich unter Stress gesetzt fühlt, daher lügt er oftmals - obwohl er ein ganz miserabler Lügner ist. Normalerweise ist er jedoch ein sehr aufrichtiger Mensch, sofern oben genannte Faktoren jedoch nicht auftreten. Kommen wir nun zu ein paar Abneigungen des jungen Mannes. Er mag Alkohol nicht und verzichtet vollständig auf ihn, da er trockener Alkoholiker ist und ihn jeder noch so kleinste Tropfen wieder in die Abhängigkeit befördern könnte. Brutus spricht zudem nicht gerne darüber, welche Meinung er früher vertrat und was für ein Mensch er war, da er sich dafür schämt. Er meidet im Übrigen den Ort Jubelstadt, weil er nur ungern auf seinen verhassten Vater stoßen möchte. Alles in allem kann man also sagen, dass Brutus einen großen Charakterwechsel erlebte, manchmal aber immernoch an alten, eher unangenehmen Verhaltensweisen nachhängt.


Story
"Ich war ein Idiot zu glauben, dass ihr anders wärt."


Brutus wurde als Einzelkind in Jubelstadt geboren. Sein Vater war ein Ursaring Gijinka und seine Mutter eine Menschin. Die kleine Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen, am Rand der Gesellschaft. Während Amanda als Putzfrau arbeitete und die Familie versuchte über Wasser zu halten, tat Rick nichts. Er trank den lieben langen Tag nur Alkohol - und davon reichlich viel. Er wurde schnell gegenüber seiner Frau und seinem Sohn gewalttätig, sodass Brutus' Mutter ihren Ehemann verließ und mit einem neuen Mann durchbrannte. Noch heute kann Brutus sich daran erinnern, wie er sie ein letztes Mal sah, ehe sie ihn mit seinem aggressiven Vater zurückließ. Verziehen hat er es ihr nie. Während er Tag für Tag also geprügelt wurde, gab er sein Bestes in der Schule um aus dem Loch herauszukommen. Doch seine Mühen waren vergebens, denn egal wo Brutus schließlich nach seinem Abschluss erschien, es lief immer ungefähr so ab:

»Nervös stand der junge Mann da und zupfte an seinem Hemd herum, ehe er dem hohen Tier der Firma sein Bewerbungsschreiben reichte. Heute war schon das dritte Vorstellungsgespräch. Der Chef fuhr sich kurz um das Kinn, dann musterte er den Bewerber. Ein blaues Auge prangerte in Brutus' Gesicht, seine Lippe war aufgeplatzt und mehrere blaue Flecken ließen sich ebenfalls im Antlitz des Kerls finden. Seine Haare waren nur provisorisch zurechtgemacht und die Kleidung schien stark minderwertig. Nachdenklich fuhr der Vorsitzende über die Mappe und öffnete sie. Er erblickte den Wohnort und fühlte sich in seiner Annahme, dass sein Gegenüber wahrscheinlich irgendein armer Schläger war, bestätigt. Nein, so einen konnte er nicht gebrauchen.
"Tut mir leid, Herr Qorg. Wir haben schon einen Arbeiter gefunden."«


Die Schuld an seiner momentanen Situation gab Brutus ganz allein seinem Vater. Der Mann war durch sein Gijinka-Dasein zusätzlich kräftig und hatte kein Problem damit, seinen Sohn, als dieser schon ein junger Mann war, immer noch zu unterdrücken und zu prügeln. Daher kam auch die Abneigung des Kerls gegenüber Gijinkas. Er sah in ihnen nur seinen grausamen Vater und erklärte dessen Verhalten übergreifend für alle. Er meinte, die Aggressionen der Wesen sei vollkommen normal. Sie waren Feinde in den Augen Brutus'. Auch er begann schnell damit, aus Unzufriedenheit über seine Situation und sich selbst, Alkohol zu trinken, um seine Sorgen zu vergessen. Es entwickelte sich relativ schnell eine Abhängigkeit zu dem Mittel und um diese Sucht entsprechend ausleben zu können, benötigte Brutus unbedingt Arbeit. So kam es, dass er sich für die Armee einschrieb, denn sie waren die einzigen, die ihn nicht ablehnten. Er begann seine Ausbildung und zeigte immer viel Einsatz und Ehrgeiz, jedoch verhielt er sich teilweise ungewöhnlich aggressiv. Doch diesen Handlungen wurde nicht weiter Beachtung geschenkt, er erhielt ein ausgezeichnetes Zeugnis am Ende seiner Ausbildung und wurde zum Soldaten. Es blieb nicht lange bei diesem Posten, der junge Mann stieg bald schon auf und wurde zu einem Ausbilder. Nun begann sich erst richtig zu zeigen, wie verzweifelt der Kerl war. Seine starkes Suchtverhalten und seine Unzufriedenheit mit allem führten schließlich dazu, dass sich all sein Unmut in gewalttätigen Aktionen und Aggressionen entlud. Dies traf meistens die neuen Rekruten, die eine äußerst grausame Ausbildung unter der Fuchtel Brutus' durchmachen mussten.

Beschreibung von Brutus' damaligen Aussehen, Verhalten und Auftreten, von einem Zeitgenossen:
»Schon von weitem konnte man den Ausbilder sehen. Großgewachsen, ein wandelnder Muskelberg. Das Gesicht verzog er stets grimmig, pure Hasswellen schlugen einem aus den Augen entgegen. Mir wurde unangenehm heiß und kalt, wenn er mit uns sprach. Ach, von wegen sprechen! Er schrie uns die ganze Zeit über an und verteilte Strafen und harsche Kritik. Lob gab es nie. Und an Gewalt, Aggressionen und Beleidigungen sparte er auch nicht. Er bildete seine Rekruten mit Angst und Hass aus. Selbst die anderen Ausbilder meiden ihn, scheinbar kann ihn keiner wirklich leiden. Da fällt mir ein, Martin hat letztens erzählt, er hätte Alkohol gerochen, als Qorg ihn zusammengeschrien hatte. Der Kerl ist also anscheinend ein Säufer.«

Unbewusst war Brutus zu dem geworden, was er verabscheut hatte - sein Vater. Sein Verhalten ähnelte dem Ursaring Gijinka stark. Es gab so gut wie nichts mehr, was sie unterschied. Doch schon bald sollte sich alles ändern. Ein eigentlich schönes Ereignis - Brutus wurde wieder befördert. Er wurde Pilot. Seine Rekruten waren wahrscheinlich froh, den grausamen Tyrannen losgeworden zu sein. Jedenfalls, Brutus erfüllte seine Aufgaben stets zu voller Zufriedenheit seiner Vorgesetzten und wurde bald zu einem wichtigen Flug ausgewählt. Er sollte mit einem brandneuen Kampfjet fliegen und diese neue Version auf lange Strecken testen. Da das Testgelände zu klein dafür war, flog der junge Mann eine Route über das Meer. Anfangs lief alles gut, doch...

»Gerade eben war doch noch alles... Es war alles... Alles hatte funktioniert. Der Gestank stach Brutus' immer stärker in die Nase. Er starrte auf die vielen, blinkenden Symbole. Aufeinmal war all das Wissen, dass er angesammelt hatte, verschwunden. Die Routine war... einfach weg. Er wusste sich nicht mehr zu helfen. Verzweifelt versuchte er seine Gedanken zu ordnen, ehe er mit zittrigen Fingern nach dem Steuerrad griff. Doch er wusste nicht, was er tun sollte. Nichts konnte helfen. Ganz ruhig... Irgendein.. Motorschaden... Dem Geruch nach zu urteilen... Die Lampe über ihm leuchtete schon lange Rot, der Qualm hatte seine Lungen bereits verpestet, doch er merkte es nicht. In einer Mauer aus Ignoranz, nicht wahrhaben wollend, dass sein Tod sich näherte, versuchte er, die Zentrale zu erreichen. Doch der Empfang war schon lange abgebrochen. Er nannte eine Nummer und bat unter Tränen um Hilfe, doch nichts als ein Rauschen antwortete ihm. Er musste raus... Weg... Endlich realisierte er, als der Jet sich immer mehr dem Boden näherte und schneller dabei wurde, als Metallteile aus dem Flugzeug brachen, dass er handeln musste. Perplex griff er den Fallschirm und schnallte ihn sich auf den Rücken. Dann bahnte er sich seinen Weg durch den unendlichen Rauch und Gestank, der seinen Blick verschwimmen ließ und die restlichen Sinne verwirrte. Bloß.. Keine Ohnmacht...
"Carea!", schrie der junge Mann in den abstürzenden Kampfjet hinein.
Doch sein Partner, seit er bei der Armee angefangen hatte, sein Lucario, antwortete ihm nicht.
"Carea!", er schrie lauter.
Ohne sie sprang er nicht. Er ließ sie hier nicht zurück. Er ließ sie nicht sterben. Brutus schritt weiter durch die Finsternis, den Qualm, während sein Kopf unfähig war, Gedanken zu fassen.
"Carea", zum dritten Mal, diesesmal leiser - er konnte nicht mehr.
Noch mehr Tränen flossen, er merkte es nicht mal mehr. Irgendwann erkannte er das blau-schwarze Pokémon. Es saß in einer Ecke und regte sich nicht.
"Ca-"
Der Aufprall verschluckte jedes seiner Worte, alles nahm eine schwindene Schwärze an und dann war da nur noch Schmerz.«


Brutus starb jedoch nicht. Er überlebte den Unfall. Der Kampfjet war auf eine Insel geprallt, die der Mann nicht gesehen hatte. Wäre dies nicht passiert, wäre er vermutlich in seiner Ohnmacht im Meer ertrunken. Als er schließlich erwachte, fand er sich inmitten von brennenden Trümmern, am Boden liegend wieder. Ihm gegenüber lag die Leiche eines Lucarios. Careas toter Körper. Das Pokémon hatte nicht überlebt. Mit geweiteten Augen schrie er sich die Trauer, Verzweiflung, den Schmerz und die Angst aus dem Leib. Der klägliche, gar erbärmliche Leidensschrei Brutus' erreichte schließlich die Ohren der einzigen humanoiden Bewohner der Insel - eine Gijinka Familie. Aufmerksam und dennoch verängstigt durchsuchten sie das Wrack nach dem Überlebenden und fanden ihn. Schwerverletzt lag er im Dreck, auf den scharfen Metallschrottteilen. Sie befreiten ihn aus seiner Lage, doch er wehrte sich lautstark gegenüber der Geradaks-Gijinka-Familie, immerhin hasste er Gijinka und er wollte nicht von Careas Leiche weg. Er fiel jedoch relativ schnell wieder in Ohnmacht und so konnten sie ihn aus der Entfernung des abgestürzten Kampfjets bringen und schließlich Erstversorgung leisten, damit der Mann nicht an den Wunden starb. Als er jedoch erwachte...

»Brutus' Finger krallten sich in den Dreck, während er sich mit bloßer Armkraft über den rauen Sand zog, der seine Haut reizte und aufrieb. Seine Beine konnte er nicht mehr spüren. Er wollte nicht akzeptieren, was geschehen war und was er nun erlitt. Mit geweiteten Augen kroch er über den Boden und schnaufte heiser. Das Blut seiner Kopfwunde rann seine Stirn hinab und nahm ihm die Sicht. Er blinzelte und wischte sich den roten Lebenssaft hinfort. Verzweifelt biss er sich auf die Unterlippe und zog sich weiter über den heißen Sand - auf die Trümmerteile zu. Carea war immerhin noch dort. Die Gijinka riefen ihm zu, wollten ihn aufhalten, doch was kümmerten sie ihn? Er hasste sie. Über seinen erbärmlichen und verstörenden Anblick war er sich nicht bewusst, er befand sich wie in einem Wahn. Nichts wollte er wahrhaben. Gar nichts. Eines der kleinsten Gijinka-Kinder weinte bitterlich vor Angst.«

Die Familie hielt ihn schließlich auf. Der Mann war deutlich im Fieberwahn gefangen und seine Verletzungen klafften an seinem Körper und seiner Seele. Sie brachten ihn zu ihrem Heim, wo er in ein Bett gelegt wurde und mehrere Tage durchschlief. Auf der Insel lebten nur die Geradaks-Gijinkas und so gab es keine modernen Läden oder gar Krankenhäuser. Nur sie und ihr bescheidenes Haus. Mit ihrem eigenen Wissen versuchten sie, den Verunglückten zu behandeln - und tatsächlich, Brutus erlag seinen Verletzungen nicht. Er überlebte. Doch als er wieder erwachte und sich seiner Lage bewusst wurde, seinen Wunden, seiner Querschnittslähmung, Careas Tod und seinem Zusammenleben mit den Gijinkas entlud sich sein Zorn und seine Verzweiflung, die gesamte Hilfslosigkeit, als wütendes Geschrei gegenüber seinen Rettern. Es war nicht ein Funke Dankbarkeit erkennbar. Dennoch halfen sie ihm weiterhin, Tag für Tag, auch wenn er, versunken in Hass und seinem eigenen Stolz, jede Hilfe ablehnen wollte. Die Gijinka schenkten Brutus die selbstherangezogenen Früchte, er sollte schließlich auch essen, anfangs verzichtete er darauf und warf die Speisen nur aggressiv zu Boden.

»Hasserfüllt starrte er von der Nahrung zu den Gijinka hinüber. Die älteste Tocher bemerkte seinen Blick und sah von ihrem kleinen Geschwisterkind, dem sie gerade noch beim Essen geholfen hatte, auf. Er hob das Kinn und knurrte nur leise, dann legte er den Unterarm an den hölzernen Teller, um ihn schließlich provokant und ganz langsam vom Tisch zu schieben. Ihre Stirn legte sich in Falten, als die Speise samt Geschirr mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden landete.
"Hey, hör mal", sprach sie langsam mit bedrohlicher Stimme.
Der Blick der Familie wanderte verwundert zu den beiden hinüber.
"Sprich micht nich an, Abschaum", knurrte Brutus nur.
Gelassen strich sie sich eine Strähne aus dem Gesicht, während sie ihn weiterhin ernst ansah: "Nur weil dich die anderen hier mit Samthandschuhen anfassen, heißt das nicht, dass ich genauso tun werde. Also hör mir zu, Vollidiot, wenn du nicht essen willst, ist das deine Sache, aber wenn du es nochmal wagst, die Nahrung, die wir mit viel Mühe herangezogen haben, so respektlos zu behandeln, lasse ich dich höchstpersönlich draußen schlafen."
Er spuckte aus.«


Tatsächlich aß Brutus nun jeden Tag mit, nachdem ihn die älteste Tochter so angefahren hatte. Die beiden bekamen sich sehr oft in die Haare und im Gegensatz zu ihrer Familie, die den Verunglückten wirklich mit Samthandschuhen anpackten, behandelte sie ihn so, wie er es in ihren Augen verdient hatte. Doch je länger Brutus bei ihnen lebte, desto mehr erfuhr er. So hörte er zum Beispiel, dass die Familie ursprünglich in Kalos gelebt hatte, da sie dort, wo sie lebten, von den Menschen verhasst und diskriminiert wurden, entschieden sich die Eltern dazu, umzuziehen an einen Ort, an dem ihre Kinder in Frieden und verbunden mit der Natur aufwachsen konnten. Sie reisten zu dieser kleinen, verlassenen Insel und bauten sich ein Leben auf, fernab von jeglicher Zivilisation. Im Grunde genommen waren sie vor genau solchen Menschen wie Brutus geflohen. Nun fragt ihr euch sicher, warum sie ihn nicht zurück und in ein Krankenhaus brachten. Die Antwort darauf ist - Sie hatten keinen Kontakt mit der Außenwelt mehr, kein Telefon oder Sonstiges und auch keine "Rückfahrmöglichkeit" wie ein Boot, zudem war das Radar des Kampfjets zerstört worden, so konnte auch die Armee keinen Suchtrupp nach dem Verunglückten entsenden. Die Zeit verstrich und Brutus' Hass fuhr immer wieder aufs Neue gegen eine Wand. Doch, er blieb nicht so, wie er war, während die Monate ins Land gingen, veränderte auch er sich langsam...

»"Zeig mir deinen Arm", sprach Aina ruhig.
Allein, dass sie ihm Befehle gab, ließ den jungen Mann schon leise knurren und auf dem Stuhl herumrutschen. Er bewegte den Arm keinen Milimeter. Die Geradaks-Gijinka seufzte schwer und strich sich über das Kinn: "Du willst dir immer noch nicht helfen lassen, wie?"
Sie schüttelte den Kopf: "Wie kann man nur so stolz und stumpfsinnig sein?"
Brutus verengte die Augen zu schmalen Schlitzen.
"Was bildest du dir ein, dreckige Göre. So mit einem erwachsenen Mann zu sprechen", zischte er erbost in ihre Richtung.
Unbeeindruckt sah sie ihn an.
"Ich sehe keinen Mann, nur einen kleinen Jungen, der in Selbstmitleid badet."
Er zog die Augenbrauen zusammen und schob den Kiefer wütend hin und her, ehe er losblaffte: "Weißt du eigentlich, was ich alles erlebt habe, du verdammtes Miststück?!"
Sie seufzte wieder schwer.
"Ja, weiß ich. Du erzählst uns ständig davon."
"Alles?"
"Die Sache mit deinem Dasein als Ausbilder oder deinem Vater? Ja."
Verblüfft kratzte er sich an der Wange.
"I-ich bin mir sicher, dass ich das noch nie erzählt habe."
"Du redest im Schlaf."
Tat er das wirklich? Brutus war tatsächlich überrascht. Aina bemerkte dies und fügte leise hinzu: "Ist dir mal aufgefallen, wie sehr du deinem Vater ähnelst?"
"Was?", fauchte er bedrohlich, kaum dass sie die Worte ausgesprochen hatte.
"Du merkst es also selbst nicht. Hm, kein Wunder", sie tat so, als würde es sie nicht interessieren und zuckte mit den Schultern, dann machte sie eine kleine Pause und fügte hinzu: "Dein Arm."
Der Mann brummte irgendetwas Unverständliches vor sich hin, schloss die Augen für einen Moment und bearbeitete seine Unterlippe. Nachdem die Lider sich wieder hoben, sah er zur Seite und streckte Aina seinen Arm hin.«


Brutus wuchs mit der Zeit charakterlich immer weiter und irgendwann kam schließlich der Tag, an dem er seinen Hass endlich lernte komplett abzulegen.

»Ein müdes Lächeln zog sich über Brutus Gesicht, als er Ren und Jan, die kleinen Gijinka-Jungen, draußen spielen sah. Er saß in seinem hölzernen Stuhl mit den provisorischen Rädern. Den hatten die Gijinka-Familie ihm gemacht. Nachdenklich fuhr er mit den Händen über die Rillen derArmablage. Der Regen fiel in sanften Tropfen vom grauen Himmel. Doch das Wetter war nicht bedrückend, es war ruhig und entspannend. Brutus wurde nicht nass, immerhin stand er unter einem kleinen Dach. Er schloss die Augen für einen Moment und hoffte, dass sich Ren und Jan keine Erkältung holen würden. Er hörte leise Schritte hinter sich, ehe er das Schließen der Haustür vernahm. Aina hatte sich neben ihn gestellt und sah mit ihm in die Ferne. Eine Weile schwiegen die beiden.
"Sie lachen und spielen genau wie Menschenkinder."
Die Gijinka sah überrascht zu Brutus, während dieser langsam den Kopf zu ihr drehte.
"Ich war ein Idiot zu glauben, dass ihr anders wärt."
Er biss sich auf die Unterlippe und unterbrach den Blickkontakt - er sah weg. Aina lächelte schwach: "Es hat lange gedauert, aber schön zu sehen, dass du es endlich begriffen hast, Brutus."
Er nickte.
"Es gibt bald essen, soll ich dich hineinbringen?"
Er sah zu ihr hoch.
"Können wir... Können wir vorher nochmal zu Careas Grab? Ich schaffe es nicht allein dort hin...", Brutus' Blick wanderte zu seinen Beinen, die er nicht mehr fühlen konnte.
Er hatte sich immer noch nicht daran gewöhnt. Aina wirkte ein Stück weit erstaunt, aber sie behielt ihre Ruhe bei.
"Gerne doch."«


Die Zeit, die ins Land ging, kam Brutus nun nicht mehr vor wie eine Ewigkeit. Er saß mit der Familie lachend am Tisch, half dort, wo er helfen konnte und unternahm regelmäßig Reisen über die Insel. Er gewöhnte sich an das Leben, auch wenn er immer noch nicht gesundet war. Die Gijinkas wurden schließlich zu wichtigen Personen in seinem Leben. Wie untertrieben - sie wurden zu seiner Familie. Jahrelang blieb er bei ihnen, doch irgendwann erbot sich die Möglichkeit, zurück zu kehren. Ein Kreuzfahrtschiff war etwas von der Route abgekommen und hatte der Insel einen Besuch abgestattet. Brutus fiel die Entscheidung schwer, doch seine Familie riet ihm die Rückkehr, einfach seiner Gesundheit willen. Auch sie hatten ihn in ihr Herz geschlossen und sahen ihn als Teil der Familie. Der Abschied raubte dem jungen Mann und den Gijinkas viel Kraft, dann ließ er sich von dem Schiff mitnehmen und reiste zurück in seine Heimat, Sinnoh.
Dort ließ er sich in ein Krankenhaus einweisen, wo ihn die glückliche Nachricht erreichte, die ihm fast die Sinne raubte, seine Querschnittslähmung war keinesfalls für immer. Er besaß eine vorübergehende Querschnittslähmung. Nachdem seine Wirbelsäule operativ gerichtet wurde und die Quetschung beseitigt, konnte er es nicht fassen, als er wieder seine Beine spürte. Auch seine anderen Verletzungen wurden geheilt, die Ärzte waren jedoch überrascht, dass sie bereits so gut versorgt worden waren - dies hatte er einzig und allein der Gijinka Familie zu verdanken. Es waren nur noch wenige Tage, bis der Mann das Krankenhaus verlassen würde, da...

»Brutus reckte seinen Hals, als die Tür sich langsam öffnete. Wer kam ihn denn nun besuchen? Die neugierigen Augen erfassten schon bald mehrere Personen. Mehrere Gijinkas. Seine Familie. Jan und Ren stürmten an sein Bett. Sie riefen ganz aufgeregt seinen Namen. Seine Pupillen weiteten sich, als die Gruppe an ihn herantrat und ihn freudig anlächelte.
"Tut uns leid, dass wir erst jetzt kommen. Wir wollten dich schon viel eher mal besuchen, Brutus", Aina grinste breit.
Unendliche Freude sammelte sich in seiner Brust an, dann breitete er die Arme aus und die Familie versank in einer herzlichen Umarmung. Sie blieben noch stundenlang, lachten und erzählten einander viele Geschichten. Brutus erkundigte sich nach dem Grab von Carea und sie fragten nach seinem gesundheitlichen Zustand. Überraschung und Freude zeigte sich auf ihren Gesichtern, als sie hörten, dass der Mann wieder laufen können würde. Als die Sonne langsam unterging und die Familie wieder zurückkehren musste, erfüllte es ihn mit Trauer. Sie versprachen einander, sich bald wiederzusehen.«


Nachdem Brutus aus dem Krankenhaus entlassen wurde, besuchte er eine Rehabilitationsklinik, um dort wieder zu lernen, wie man richtig läuft. Es kostete ihn viel Kraft und Zeit, doch seine Mühen wurden mit einem erfolgreichen Endergebnis belohnt. Dies war jedoch noch lange nicht alles, anschließend entschied sich der Mann dazu, eine Therapie zu belegen, um das Trauma seines Absturzes aufzuarbeiten, war dieses immer noch Motiv vieler seiner Albträume und raubte ihm unnötig viel Kraft und Schlaf. Er lernte, frei über das Ereignis sprechen zu können, ohne einen Emotionsausbruch zu erleiden, auch wenn ihm dies natürlich weiterhin unangenehm ist und manchmal besucht ihn der Absturz und die damit verbundene Todesangst in seinen Träumen, aber dies ist glücklicherweise nur noch selten so - dank der Therapie. Während besagter Therapie wurde ihm ein Pokémon zur Seite gestellt, was seine Psyche durch seine verspielte und fröhliche Art aufmunterte und stärkte. Dieses Therapie-Pokémon, ein Webarak, schenkte man ihm anschließend. Brutus gab ihm den Namen Carry. Carry wurde sein neuer Partner nach Careas Tod. Er entschloss sich dazu, als Trainer zu kämpfen, hatte er immerhin noch reichlich Erfahrung durch die Armee, um damit sein Geld zu verdienen und umher zu reisen. Denn zu seiner alten Arbeit wollte und konnte er nicht mehr zurückkehren. Während er nun also Geld sammelt, setzt er sich stark für die Rechte der Gijinkas ein. Er unterstützt und hilft denjenigen, die Hilfe brauchen. Er hat ein wachsames Auge über die Gijinkas und besucht regelmäßig die Turniere als Zuschauer, obwohl er sie barbarisch findet, nur um dort nach den geschwächten Gijinkas zu suchen und ihnen Perspektiven und Möglichkeiten zu geben. Um sein Ziel zu erreichen, die vollkommene Akzeptanz der Gijinkas, möchte er gerne Champ werden, da ihm dadurch gewiss viele Zuhörer gesichert wären und er mehr Menschen erreichen könnte.


Familie & Bekannte: ✘ Vater: Rick Qorg, 50 Jahre alt, arbeitlos, lebt weiterhin in Jubelstadt
✘ Mutter: Amanda Qorg - wobei es unbekannt ist, ob sie den Nachnamen noch trägt, 48 Jahre alt, früher Putzfrau - mittlerweile unbekannt, ihr Verbleib ist ebenfalls nicht bekannt, jedoch nimmt Brutus an, dass sie noch lebt
✘ Geschwister: Nicht vorhanden.
✘ Freunde: Die Familie der Gijinkas, die ihn damals versorgte, sieht er als seine Freunde, eher noch als seine Familie an.
✘ Feinde: Es gibt sie garantiert, nur könnte Brutus keine Namen nennen.



Dein Freund & Partner
Webarak


✘ Spitzname: Carry
✘ Geschlecht: Weiblich
✘ Charakter: Carry ist eine wahre Expertin darin, menschliche Emotionen zu erkennen und so weiß sie stets, wie es ihrem Trainer Brutus gerade geht. Sie ist sehr verspielt und eine Frohnatur. Durch ihr daraus resultierendes Verhalten erheitert sie die Gemüter der Menschen und vertreibt Trauer und Kummer. Sie sorgt sich oftmals um ihren Trainer und ist bereit, große Risiken einzugehen, um ihn zu beschützen.
✘ Fähigkeit: Hexaplaga
✘ Attacken: Fadenschuss, Giftstachel, Grimasse, Umklammerung


Adminstuff
Gibt keine.


✘ Verbrauchte PG: 0 PG
✘ Bei Inaktivität: Er soll pausiert werden. Falls ich gar nicht mehr erreichbar bin, darf er auch weggegeben werden.
✘ Charakterperson: -






Zuletzt von Nox am So Dez 20, 2015 4:48 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Naoko
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BeitragThema: Re: Brutus Qorg ~ Mensch   Fr Dez 18, 2015 9:11 pm

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BeitragThema: Re: Brutus Qorg ~ Mensch   So Dez 20, 2015 4:48 pm

Ich habe das Feld noch hinzugefügt, allerdings ändert sich nichts weiter.
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Zigarde
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BeitragThema: Re: Brutus Qorg ~ Mensch   So Dez 20, 2015 6:22 pm

Okay, dann ist es ja geklärt!

Angenommen~

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